Eine kleine Chronik - wie alles begann ...

Internationaler Rasse-Jagd-Gebrauchshunde-Verband e.V., eingetragen am 05.12.1969

Mitglieder der Europäischen Hundesport-Union (EHU), seit deren Gründung im Februar 1972

1972 erfolgte die Gründung der Europäischen Hundesport-Union mit Walter Winkler, Salzburg, einem erfahrenen „Hundemann“ und Hundeführer von Rettungshunden im Einsatz bei Katastrophen im In- und Ausland. Die Gründung der EHU bewirkte den Zusammenschlussund die Zusammenarbeit mit weiteren großen Vereinigungen in europäischen Ländern. Esn folgten alsbald Ausstellungen für alle Rassen, Informationsveranstaltungen für jeden Hundehalter in neuen Gruppen und Landesgruppen fanden enormen Zulauf. Hans Fürst, der seit den Gründungen, als 1.Vorsitzender die Verbände (IDG/IRJGV) bis 1999 leitete, kämpfte Jahrzehnte in Zusammenarbeit mit Vererbungswissenschaftlern gegen „besondere Hundemoden“ -wie die bewusste Ausnutzung krankmachender Erbdefekte, oder auch gegen das Kupieren von Hundeohren und -ruten - und dem Geschäft damit an. Nun zeichnete sich eine neue Entwicklung des Verbandes anfangs der 80er Jahre ab. Drill und Dressur, das sinnlose „Scharfmachen“ von Hunden lehnte der Verband seit jeher ab.

Doch jeder Hund braucht Erziehung, Hunde dürfen weder belästigen noch gefährden. Die Konsequenz war die Entwicklung einer familienbezogenen Hundeausbildung, ohne Zwang oder Härte für jeden Hund, aber mit Sachkunde für den Hundehalter - nämlich die BGVP (Begleithunde-Gehorsams-Verkehrssicherheits-Prüfung), die der Verband seit vielen Jahren, in fast allen Gruppen auf gut ausgestatteten Übungsgeländen und mit qualifizierten Ausbildern und Prüfern bietet.
Die BGVP-Ausbildung (bis hin zum goldenen Leistungsabzeichen) zählt heute zu den wichtigsten Leistungen der Verbände. Agility-Sport und Flyball runden seit anfangs der 90er Jahre das Ausbildungsangebot ab.

Es gibt in ganz Europa eine Reihe von Vereinen und Vereinigungen, die „auf den Hund gekommen“ sind, im wahrsten Sinne des Wortes. Sicher existieren (allein in Deutschland) mehr Hundevereine als Hunderassen. Neben einigen großen Verbänden sorgen viele kleine, örtliche Vereine, für Auseinandersetzung und Wettbewerb, die im Hunde-Vereinsleben durchaus besonders „bissig und scharf“ ausgetragen werden können. Wer einen Rassehund hält, wird -leider- auch davon hören. Er sollte sich jedoch nicht daran stören. Viel wichtiger als der Verein ist der Hund !

IDG und IRJGV zeichnet von Beginn an aus, dass jeder Hund -unabhängig von Abstammung oder Vereinszugehörigkeit- „anerkannt“, d.h. beurteilt oder ausgebildet wird.
In manchen Vereinigungen ist es bedauerlicherweise bis heute gang und gäbe, dassRassehunde abgelehnt werden, ja als „wertlos“ diskriminiert und diffamiert werden, wenn nicht eine Ahnentafel „vom eigenen Verein“ vorliegt. In Wirklichkeit geht es um ein Geschäft mit Beiträgen, Gebühren und den Hundeverkauf, wenn durch das Umschreiben einer „nicht anerkannten Ahnentafel“ auf eine neue -des eigenen Vereins-, der Hund plötzlich zum „anerkannten Rassehund“ wird.

IDG und IRJGV zählen derzeit etwa rund 35.000 Mitglieder im In- und Ausland, besitzen rund 250 örtliche Gruppen und Landesgruppen im ganzen Bundesgebiet und arbeiten mit europäischen Verbänden innerhalb der Europäischen Hundesport-Union (EHU) zusammen.

Satzungen und Bestimmungen stecken die grundsätzlichen Aufgaben ab, die „innere Einstellung“ der Mitglieder und Mitarbeiter - die Freundschaft, die diese Gemeinschaft bis heute erfüllt, sie bestimmt letztlich die wirklichen Leistungen eines Vereines. Deshalb ist es Aufgabe der Verbände, die Hundefreundschaft zu fördern, viele gute Hundefreunde zur Mitarbeit zu gewinnen und Wissen vom Hund zu vermitteln. Wissen von der Abstammung und Verhalten des Hundes, von seinen Sinnen und Fähigkeiten, von Haltung, Erziehung, Pflege, Ernährung - wie auch Vorbeuge gegen Erkrankungen und gefährliche Infektionen.

Eine Leistung von Hundefreunden für Hundefreunde also, ohne engstirniges Funktionärsdenken oder erstarrte Reglementierungen. So finden die Verbände immer wieder gemeinsame Wege und Regelungen zum Wohle unserer Vierbeiner und ihrer Besitzer.

Es lohnt sich und macht Freude, für Hundefreunde etwas zu tun. Kommen deshalb auch Sie, machen Sie mit - im IDG und IRJGV.


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